Therapien

Tapen

Chirotherapie

Baunscheidt

Akupunktur

Implax

Phytotherapie

Homöopathie

Blutegeltherapie

Neuraltherapie

Trigger- & Fascientherapien

Triggerpunkte, Triggerzonen oder einfach Trigger  nennt man die in der Regel tastbaren ‚Verquellungen‘ im Unterhautgewebe (Gelosen) bzw. in der Muskulatur (Myogelosen) (siehe dazu auch den Beitrag Rücken- und Gelenkbeschwerden ).

Trigger sind nicht nur diagnostisch verwertbar, sondern stellen auch hervorragende Ansatzpunkte zur Behandlung von Schmerzbeschwerden und Erkrankungen dar.
Auch der neuerdings in Mode gekommene Begriff der Fascientherapien reiht sich in die Gruppe dieser Behandlungsstrategien ein.
Ziel der verschiedenen Therapiemethoden ist es im Grunde immer, durch lokale Behandlung des Triggerpunktes/-zone bzw. des Fascienareals das damit verbundene Krankheitsgeschehen positiv zu beeinflussen, im Idealfall ganz zu heilen. Als Verfahren kommen Injektionen (z.B.Neuraltherapie ) , Nadelungen (z.B.Akupunkturvarianten) sowie neben weiteren erfolgreichen Methoden auch die erfolgreichsten von allen, die manuellen Therapieverfahren zur Anwendung. Hierbei ist besonders die manuelle Therapie nach Furter (IUC) hervorzuheben.
Diese ist ein Therapieverfahren, das ursprünglich von dem Schweizer Arzt Dr.M.Furter entwickelt wurde und in der von mir weiterentwickelten Variante seit Mitte der 90er Jahre in meiner Praxis täglich angewendet wird.
Das Verfahren ist prinzipiell bei verschiedenen klinischen Krankheitsbildern anwendbar, in unserer Praxis liegt der Schwerpunkt jedoch in deren Anwendung im Bereich der orthopädischen Beschwerden, als sog. parietale Manualtherapietechnik.
Die Behandlung wird manuell, also mit der Hand durchgeführt und therapiert sehr gezielt und effektiv die Muskulatur, die Fascien und das gesamte Gewebe um die Gelenke herum.
Dennoch erfolgen weder Mobilisationen noch Manipulationen an den Gelenken wie bei der Chirotherapie, so dass sie selbst in solchen Fällen eingesetzt werden kann, wo diese manipulierenden Verfahren absolut verboten sind (z.B.Behandlung von Rückenschmerzen bei Tumorpatienten mit Knochenmetastasen).
Der Patient empfindet an den ersten zwei bis drei Tagen nach der Behandlung ein mehr oder weniger ausgeprägtes Muskelkater-Gefühl an den Behandlungsstellen, (anfangs teilweise einhergehend mit harmlosen oberflächlichen Hämatomen), welches jedoch meist schon bei den ersten Behandlungen von einem deutlichen Rückgang der ursprünglich beklagten Schmerzbeschwerden begleitet werden kann.
Typische Einsatzgebiete im orthopädischen Erkrankungsbereich sind:

  • Rückenbeschwerden mit oder ohne Bandscheibenschäden
  • Gelenkbeschwerden, traumatisch und degenerativ, einschliesslich Arthrosen und Rheuma
  • Tennis- und Golfer-Ellenbogen (Epikondylitis)
  • PHS (Periarthropatia Humero-Scapularis, Frozen shoulder (Schultersteife), etc.)
  • Fersensporn, Plantarfascienbeschwerden

Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass die hier beschriebenen Therapieverfahren z.T. noch nicht als allgemein ‚wissenschaftlich anerkannt‘ gelten und somit keine verbindlichen Aussagen zu deren Wirksamkeit getroffen werden können. Wir stellen hier lediglich unsere persönlichen Erfahrungen unseres jahrzehntelangen praktischen Einsatzes dieser Therapieverfahren dar.

Chirotherapie (manuelle Medizin)

Die Chirotherapie ist eine manuelle Behandlungsform, mit der Funktionsstörungen der Bewegungsorgane erkannt und behandelt werden können.
Durch die sanfte Mobilisations- und Manipulationsbehandlung kann eine gestörte Gelenkfunktion sowohl an den Extremitäten als auch an den Wirbelsäulengelenken oft sehr bald wieder hergestellt werden.
Es handelt sich hierbei nicht um eine ‚Hauruck-Methode‘ , bei der ‚mit Schwung gerenkt‘ wird oder bei häufiger Anwendung etwas ‚ausleiert‘ , wie man teilweise fälschlich hört.
Die Behandlung wird völlig ohne Kraftaufwand durchgeführt und ist in der Regel ungefährlich.
Die Chirotherapie findet ihren Einsatz vor allem bei der Blockade von Gelenken, welche durch die Anwendung der Griffe oft direkt gelöst werden können.

Voraussetzung für die erfolgreiche und sichere Anwendung dieser Therapie sind sorgfältige Diagnostik und eine gute Ausbildung in der Methodik.

Neben der Behandlung akuter Blockaden eignet sich die Chirotherapie ebenfalls zur Behandlung chronischer Beschwerden des Bewegungsapparates, und dies nicht nur bei Gelenkbeschwerden oder Blockadegefühl, sondern auch bei muskulären Problemen. Häufig werden gerade muskuläre Beschwerden von Blockaden begleitet oder direkt von diesen verursacht. Man kann sich darüber streiten, ob nun die Blockade Ursache oder Folge des muskulären Problems darstellt, nach unserer Erfahrung trifft beides zu, je nach Einzelfall. Ein sinnvoller Einsatz chirotherapeutischer Techniken im Behandlungskonzept wirkt aber auch hier oft wahre Wunder.

Nicht wenige Patienten, die trotz teilweise mehrfacher Operation der Bandscheiben weiterhin Beschwerden haben, litten und leiden oft vor wie auch nach der OP unverändert eigentlich an einer schweren oder komplexen Blockadesituation. Blockaden selbst lassen sich nicht im Röntgenbild, MRT, CT oder Ultraschall feststellen. Die klinische Untersuchung durch den geschulten Therapeuten kann dies jedoch innerhalb weniger Minuten abklären.

Medizinische Tapen

Wahrscheinlich hat sie mittlerweile schon jeder einmal im Fernsehen, einer Sportveranstaltung oder im persönlichen Umfeld gesehen:

Die bunten Streifen, die Tapes.

Auch wenn hierzu immer wieder wilde Gerüchte um angebliche Imprägnierung der Tapes mit Schmerzmitteln kursieren, dem ist nicht so. Tapes bestehen aus einem elastischen Gewebeverbund, welcher mit einem hautfreundlichen Kleber beschichtet wurde. Keine sonstigen Wundermittelchen, nichts weiter. Wie ein Werkzeug oder Musikinstrument entfalten sie jedoch in der Hand des kundigen Therapeuten ungeahnte Wirkungskraft, wenn man weiss, wie man mit ihnen umgehen muss.

Einfach mal eben ein Standardmuster nach dem Lehrbuch nachzutapen bringt wenig bis gar keinen Erfolg.

Aber der gezielte und fachgerechte Einsatz nach Analyse der individuellen Beschwerdesituation ergibt oft verblüffend schnelle und anhaltende Erfolge, denn die Tapes ‚arbeiten‘ über Tage hinweg aktiv am Patienten, wenn sie individuell korrekt angelegt werden.

In meiner seit 2005 zurückreichenden Tape-Praxis werden die Tapes bei den unterschiedlichsten Indikationen eingesetzt.

Als Hauptanwendungsgebiet ist natürlich zuerst der gesamte Wirbelsäulen-, Muskel-, Gelenk- und Bewegungsapparat zu nennen. Auch wenn die Tapes in der Öffentlichkeit v.a. durch die Anwendung bei Leistungssportlern bekannt wurden, setze ich sie in meiner Praxis nicht nur bei akuten Schmerzen und verletzungsbedingten Schäden ein, sondern ebenso bei praktisch allen degenerativen und degenerativ-entzündlichen Krankheitsbildern wie Arthrosen, rheumatischen Beschwerden, Lumboischialgien, Lumbago, Gelenkblockaden, Skoliosetherapie etc. ein.

Aber auch bei anderen Indikationen, wie Kopfschmerzen, diversen internistischen und neurologischen Krankheitsbildern kann der Einsatz der Tapes erfolgreich sein.

Tapen ist jedoch besonders bei degenerativen Erkrankungen keine Monotherapie, sondern im Verbund mit weiteren Massnahmen ein wertvoller und wirksamer Baustein der Therapie.

Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass die Tape-Therapie z.Zt. noch nicht allgemein als ‚wissenschaftlich anerkannt‘ gilt und somit keine verbindlichen Aussagen zu deren Wirksamkeit getroffen werden können. Wir stellen hier lediglich unsere persönlichen Erfahrungen unseres jahrelangen praktischen Einsatzes der Tape-Therapie dar.

Zum Abschluss sei noch eine Anmerkung zur Wirkung der Farbe der Tapes gestattet:

Auch wenn die Wirkung von Farben in der Therapie heute weitgehend als unstrittig gilt, wird sie meiner persönlichen Ansicht und mehrjährigen praktischen Erfahrung als Tape-Therapeut im Zusammenhang mit den Tapes massivst überbewertet. Ich habe nahezu alle der Tape-Therapie zugänglichen Krankheitsbilder immer wieder mit den unterschiedlichsten Tape-Farben behandelt und niemals einen Wirkungsunterschied im Zusammenhang mit irgendeiner bestimmten Farbe beobachtet, aber sehr wohl grosse Unterschiede durch die unterschiedliche Qualität der Tapes verschiedener Hersteller.

Pneumatische Pulsationstherapie nach Deny ©

Die pneumatische Pulsationstherapie nach Deny © ist eine verfeinerte Variante der klassischen Schröpfmethode. Bei der Variante nach Deny wird mittels der pulsierenden Vakuumtechnik des Pneumatron-Gerätes ein sich ca 200 mal pro Minute auf- und abbauender Unterdruck in den Therapieglocken erzeugt, welcher über die bekannten reinen Saugeffekte hinaus das Bindegewebe in Schwingung versetzt und so weitere Heileffekte erreichen kann.

Die Anwendungen reichen vom Bewegungsapparat über Behandlung von Cellulite bis zur Stimulation von Akupunktur- und Reflexzonen.

Akupunktur / Ohrakupunktur

Die Ursprünge der Akupunktur liegen bekanntermassen im antiken Asien, v.a. in China.

Während in der klassischen Akupunktur v.a. der Fluss des Qi, der Lebensenergie, in seinen Versorgungsbahnen, den Körper-Meridianen, durch die Anwendung des Akupunturprinzips reguliert werden soll, basiert die Ohrakupunktur auf einem anderen Prinzip.

Die histologische Struktur des Akupunkturpunktes ist heute bekannt, ebenso haben jüngste video-thermographische Messungen die Existenz der Meridiane visuell belegt. Eine Erkrankung im Sinne der traditionellen Akupunkturlehre begründet sich meist durch eine Dysbalance des Qi, sei es in Form eines Mangels, eines Überschusses oder einer Verteilungsstörung innerhalb des Organismus. Die Akupunktur ist eine der traditionellen asiatischen Methoden, diese Störungen zu beheben. In den wenigsten Fällen war dabei die Akupunktur jedoch eine Monotherapie, sondern sie war meist unterlegt von einer umfassenden Phytotherapie.

Während die klassische Körperakupunktur mehr als 3000 Jahre zurückreicht, ist die Ohrakupunktur deutlich jüngeren Datums und im wesentlichen eine europäische Entwicklung, v.a. durch Therapeuten aus Österreich, Deutschland, Frankreich und Russland geprägt.

Genaugenommen handelt es sich auch nicht um eine traditionelle Akupunkturwirkung im Sinne einer Qi-Regulation, sondern die Ohrpunkte und -zonen sind über 3 Hirnnerven und vegetative Fasern, welche die Gefässe begleiten, mit verschiedenen Bereichen des Gehirnes verbunden. Ohrakupunktur ist somit eher als eine periphere Hirnstimulation zu verstehen, was z.B. die oft beobachteten Sekundenphänomene bei Schmerzen erklären würde.

Ohrakupunktur kann ebenso wie die klassische Akupunktur bei nahezu allen Erkrankungen angewendet werden, ihre besondere Stärke sind jedoch die akuten Schmerzzustände, Beschwerden des Bewegungsapparates und diverse neurologische Krankheitsbilder wie RLS und M.Parkinson, hierbei v.a. als Implantatakupunktur.

Weiterhin stellt die Ohrakupunktur eine hervorragend wirksame Methode zur Unterstützung der Raucherentwöhnung und der Gewichtsreduktion dar.

Implantat-Akupunktur (Implax)

Die Implantatakupunktur stellt eine noch recht junge Variante der Ohrakupunktur dar, wobei sie aufgrund der Methodik und Wirkung schon durchaus als eigenständiges und von der klassischen Akupunktur unabhängiges Therapiesystem angesehen werden kann.

Sie basiert auf der Erkenntnis, dass durch eine dauerhafte Stimulation von Akupunkturpunkten des Ohres mittels permanent eingesetzter winziger Titanstifte (Implax, Fa.Lametec) eine oft der klassischen Ohrakupunktur überlegene Wirkung erreicht werden kann.

Die Implax-Implantate werden teilweise auch als ‚ewige Nadeln‘ bezeichnet, da sie nach der erfolgreichen Implantation nicht mehr entfernt werden und so die Akupunkturpunkte dauerhaft stimulieren. Die neuen Templax-Implantate (Fa.Lametec) bestehen dagegen aus resorbierbaren Polymeren und lösen sich nach ca 1 Jahr wieder auf, was zu einer längeren, aber eben nicht dauerhaften Stimulation der Punkte genutzt werden kann.

Wir behandeln mit beiden Arten von Implantaten, je nach Indikation und individuellen Gesichtspunkten.

Wir setzen die Implantat-Akupunktur bei allen Erkrankungen ein, die erstens über die Ohrakupunkturpunkte beeinflussbar sind und zweitens als chronisch eingestuft werden, so z.B. neurologische Erkrankungen wie der M.Parkinson , Restless-Legs-Syndrom (RLS), fortgeschrittene Arthrosen und sonstige chronische Schmerzzustände, Depressionen, Tinnitus etc. Aber auch chronisches Suchtverhalten wie Rauchen und Übergewicht stellen eine Indikation dar.

Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass die Impantat-Akupunktur z.Zt. noch nicht allgemein als ‚wissenschaftlich anerkannt‘ gilt und somit keine verbindlichen Aussagen zu deren Wirksamkeit getroffen werden können.

Baunscheidt-Verfahren

Das Baunscheidtieren stellt in seiner heutigen Form ein Ableitungs-Verfahren über die Haut dar.
Die Hautpartien werden dabei meist mit einer Nadelwalze unter leichtem Druck abgerollt, in der Regel ohne dabei die Haut zu verletzen. Anschliessend werden verschiedene Tinkturen, Öle oder Salben aufgetragen, die je nach gewünschtem Effekt eine Rötung und Quaddelbildung der Areale bewirken.
Dabei erreicht man gleichzeitig eine Vielzahl verschiedener Wirkeffekte. Neben der ableitenden Wirkung wird unter anderem auch eine Art ‚Flächenakupunktur‘- und Reflexzonentherapie – Effekt erzielt.
Mit Verwendung der entsprechenden Substanzen lässt sich auch eine Schadstoffausleitung über die Hautzone erzielen.
Im Gegensatz zur ursprünglichen Form des Baunscheidtierens werden Kroton-haltige Öle heute nicht mehr verwendet. Diese führten zu einer tatsächlichen Ausleitung von Schlacken über die behandelte Hautzone mit teilweisen Eiter- und Narbenbildungen.
In der modernen Variante gibt es praktisch keine bleibenden oder sichtbaren Hautveränderungen nach Abschluss der Baunscheidttherapie .
Es ist richtig durchgeführt ein gefahrloses und praktisch nebenwirkungsfreies, aber wunderbar wirksames Verfahren für die verschiedensten Erkrankungen, wie z.B. Rücken- und Gelenkbeschwerden, Nierenerkrankungen, Lungenerkrankungen (Asthma, Bronchitis, Infekte usw.), Leberleiden und vieles mehr.

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie geht zurück auf eine Entdeckung der Brüder Huneke aus dem Jahr um 1925.

Sie basiert auf der Beobachtung, dass die Anwendung von relativ schwachen Lokalanästhetika wie Procain und später auch Lidocain, welches heute überwiegend verwendet wird, eine übergeordnete, d.h. über den Bereich der Lokalanästhesie hinaus gehende,  heilende Wirkung entfalten kann. Dieser Effekt basiert vermutlich auf einer positiven Beeinflussung des vegetativen Nervensystems, bei dem sich sog. ‚Fernwirkungen‘ erreichen lassen.

Eine typische Anwendung ist die sog. ‚Segmenttherapie‘, das den meisten bekannte Quaddeln einer grösseren Hautzone mit Lidocain / Procain. Diese Variante wird häufig in der Schmerztherapie eingesetzt.

Bis dato ist die Neuraltherapie schulmedizinisch nicht anerkannt, obwohl sie von sehr vielen Therapeuten, oft auch von Schulmedizinern, täglich erfolgreich eingesetzt wird.

Dennoch weisen wir aus rechtlichen Gründen darauf hin, dass die Neuraltherapie z.Zt. noch nicht allgemein als ‚wissenschaftlich anerkannt‘ gilt und somit keine verbindlichen Aussagen zu deren Wirksamkeit getroffen werden können.

Homöopathie / Komplexmittelhomöopathie

Die Homöopathie ist ein mittlerweile knapp 200 Jahre altes Heilprinzip, das in den Grundlagen auf seinen Entdecker Samuel Hahnemann zurückgeht.

Hahnemann führte als einer der ersten seiner Zeit strukturierte Forschungen mit den damals verfügbaren traditionellen wie auch moderneren Medikamenten durch. In seinem berühmten Selbstversuch mit der Chinarinde entdeckte er das Prinzip der Homöopathie, bei der er zunächst mit geringerer Dosierung experimentierte, um dann unter Anwendung eines bestimmten Herstellungsprozesses dieser anfänglichen Verdünnungen das Prinzip des Potenzierens zu entdecken.

Potenzieren hat bei Anwendung der von Hahnemann entdeckten Technik nichts mit einem simplen Verdünnen zu tun. Leider wird das immer wieder falsch verstanden und sorgt vor allem in Kreisen der Schulmedizin für ein fundamentales Missverständnis. Beim Prozess des Potenzierens wird eine vermutlich in den Molekularbindungen des verarbeiteten Stoffes gespeicherte Art von ‚Information‘ auf ein neutrales Trägermedium durch Anwendung kinetischer Energie (das sog. Verschütteln) übertragen. Dieses Trägermedium ist vorzugsweise Wasser oder ein Äthanol-Wasser-Gemisch. Wasser kann offenbar mit ‚Informationen‘ geprägt werden, vermutlich sind diese ‚Informationen‘ elektromagnetischer Art.

Die besondere, erweiterte Entdeckung Hahnemanns war nun aber, dass mit zunehmender Potenzierung, also der stetigen Abnahme von noch vorhandenen Molekülen oder Atomen der Ausgangssubstanz, paradoxerweise die Intensität der klinisch zu beobachtenden Wirkung immer stärker und tiefgreifender wurde, besonders bei konstitutionellen Störungen, also z.B. erbanlagebedingten Problemen.

Dies lässt sich mit dem heute noch von der Schulmedizin als allein gültig anerkannten Prinzip der Wirkstoffmolekül-Rezeptor-Interaktion nicht erklären (mit dem z.B. neben Chemo-Pharmaka auch alle traditionellen Phytopräparate wirken), da hierbei die Wirkung mit geringerem Anteil an Wirksubstanz stetig abnehmen müsste und dies bei simplen Verdünnungen ja auch tut, so dass von einem gänzlich anderen Wirkmechanismus bei korrekt potenziert hergestellten Homöopathika ausgegangen werden muss.

Während Hahnemann sich überwiegend mit Potenzierungen einzelner Pflanzen beschäftigte, die er ‚Einzelmittel‘ nannte, beschäftigten sich bereits seine Zeitgenossen mit Kombinationen von ‚Einzelmittel‘-Potentierungen, die Komplexhomöopathie mit ihren verschiedenen Varianten war geboren.

Seit fast 200 Jahren gibt es nun auch einen regelrechten Glaubenskrieg zwischen den Verfechtern der Hahnemannschen ‚Einzelmittel‘-Lehre und den in der Praxis zahlenmässig wesentlich häufigeren praktischen Anwendern der Komplexmittel.

Die sog. ‚klassischen‘ oder ‚Einzelmittel‘-Homöopathen berufen sich dabei auf die Lehrschrift Hahnemanns und seine Aussage, nur die Verwendung dieser ‚Einzelmittel‘ sei wahre Homöopathie. Dabei übersehen sie aber, dass kaum eines der von Hahnemann beschriebenen Mittel tatsächlich eine Einzelsubstanz darstellt. Vielmehr ist praktisch jede Pflanze, aus der ein sog.Einzelmittel hergestellt wird, in Wahrheit eine chemische Grossfabrik, welche Dutzende bis hunderte oder gar tausende verschiedener Wirkstoffe beinhaltet. Von einem Einzelmittel im Sinne einer einzelnen Wirkmolekül-Art kann daher zumindest bei allen aus Pflanzen hergestellten ‚Einzelmitteln‘ also keine Rede sein.

Pflanzen-‚Einzelmittel‘-Homöopathika sind daher immer bereits von sich aus schon Multi-Wirkstoffkomplexe, bei denen die verschiedenen Frequenzbilder im fertigen Homöopathikum von der Natur vorkomponiert wurden. Komplexmittel sind daher einfach erweiterte Kompositionen, die erfahrene Therapeuten nun aus diesen von der Natur vorgefertigten Grundfrequenzmischungen selbst neu erstellt haben.

Vergleichbar ist so etwas am ehesten mit dem Zusammenstellen eines Orchesters, bei dem ja auch nicht ein Solist dominiert, sondern das harmonische Zusammenspiel das beste Ergebnis bringt.

Auch wenn die moderne Medizin unbestritten in den vergangenen 100 Jahren eindrucksvolle Leistungen in der Entwicklung von Antibiotika und chemischer Pharmazeutika vorweisen kann, haben echte traditionelle Phytopräparate wie auch die jüngeren Komplex-Homöopathika auch heute mehr denn je ihren Platz in einer zeitgemässen Medizin. Sowohl Therapeuten als auch Patienten sollten in einer freien Gesellschaft das Recht haben, aus dem gesamten Angebot der modernen und traditionellen Therapeutika frei und selbstverantwortlich das auszusuchen, was zur Behandlung der jeweiligen Erkrankung am besten geeignet ist.

Leider sieht spätestens seit dem letzten Jahrtausendwechsel die Realität ganz anders aus.

Lobbyistentum, Unwissenheit in der Gesetzgebung und Bürokratie, fragliche Kompetenz der sogenannten Expertengremien u.v.m haben bereits grosse Teile der Phytotherapeutika und Komplex-Homöopathika entweder stark kastriert oder ganz vom Markt verschwinden lassen. Ein Prozess, der leider nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit und unter weitgehendem Desinteresse der Medien weiter voran schreitet.

Leidtragende werden vor allem die Patienten sein, denen bereits aktuell viele wirksame Präparate nicht mehr verordnet werden können, da es sie nicht mehr gibt.

Phytotherapie

Die Phytotherapie kann wohl unbestritten als die Mutter aller Therapieformen bezeichnet werden.

Nicht nur der Mensch bedient sich seit ‚zig Jahrtausenden der Heilkraft von Pflanzen, auch Tiere fast aller Spezies tun dies, teils instinktiv, teils durch Erfahrung und Lernen von Artgenossen.

In der Natur ist für fast alles ein Kraut gewachsen, so ein alter Spruch im Heilberuf.

Über Jahrtausende hinweg war die Kenntnis um die Verwendung von Heilpflanzen seit der Antike das Rüstzeug auch der studierten Mediziner.

Die Herstellung eines modernen standardisierten Phytopräparates ist ein extrem aufwändiges Verahren, das Know-How, Erfahrung und Sorgfalt erfordert. Wir therapieren daher ausschliesslich mit Präparaten erfahrener traditioneller naturheilkundlicher Herstellerunternehmen.

Auch wenn die moderne Medizin unbestritten in den vergangenen 100 Jahren eindrucksvolle Leistungen in der Entwicklung von Antibiotika und chemischer Pharmazeutika vorweisen kann, haben echte traditionelle Phytopräparate wie auch die jüngeren Komplex-Homöopathika auch heute mehr denn je ihren Platz in einer zeitgemässen Medizin. Sowohl Therapeuten als auch Patienten sollten in einer freien Gesellschaft das Recht haben, aus dem gesamten Angebot der modernen und traditionellen Therapeutika frei und selbstverantwortlich das auszusuchen, was zur Behandlung der jeweiligen Erkrankung am besten geeignet ist.

Leider sieht spätestens seit dem letzten Jahrtausendwechsel die Realität ganz anders aus.

Lobbyistentum, Unwissenheit in der Gesetzgebung und Bürokratie, fragliche Kompetenz der sogenannten Expertengremien u.v.m haben bereits grosse Teile der Phytotherapeutika und Komplex-Homöopathika entweder stark kastriert oder ganz vom Markt verschwinden lassen. Ein Prozess, der leider nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit und unter weitgehendem Desinteresse der Medien weiter voran schreitet.

Leidtragende werden vor allem die Patienten sein, denen bereits aktuell viele wirksame Präparate nicht mehr verordnet werden können, da es sie nicht mehr gibt.

Konstitutionstherapie

Die Konstitutionstherapie ist eine Art homöopathische ‚Basistherapie‘ zur Verbesserung der grundlegenden Schwächen, aber auch der Stärken eines Organismus.

Sie leitet sich ab aus der Konstitutionslehre, v.a. nach Merkmalen der Irisdiagnostik, und ist eine sehr umfassende und elegante Behandlungsform, bei der man sozusagen ‚viele Fliegen mit einer Klappe schlagen‘ kann, also mit sehr wenigen Mitteln, oft sogar nur mit einem einzigen oder zwei, ein sehr komplexes Krankheitsbild behandeln kann.

Oft werden hierzu Schüssler-Mittel eingesetzt, aber auch homöopathische Einzel-  und Komplexmittel sind einsetzbar.

Bioresonanztherapie

Die Bioresonanztherapie ist ein Behandlungsverfahren, das wir bereits seit über 2 Jahrzehnten vor allem bei der Behandlung von Allergien und Neurodermitis in jeder Altersgruppe einsetzen.

Da das Verfahren z.Zt. noch nicht allgemein als ‚wissenschaftlich anerkannt‘ gilt , dürfen wir aus juristischen Gründen keine verbindlichen Aussagen zu deren Wirksamkeit publizieren.

Dass man als Therapeut aber wohl kaum über einen so langen Zeitraum ein solches Verfahren einsetzen würde, ohne damit in der täglichen Praxis im Ergebnis bestehen zu können, dürfte sich von selbst verstehen.

Ernährung

Zum Thema ‚Gesunde Ernährung‘ gibt es viele, sich teilweise völlig widersprechende Meinungen, welche aber alle für sich genommen durchaus sinnvoll und erstrebenswert erscheinen mögen.
Einige Ernährungsformen sind jedoch nur kurzfristig als therapeutische Diäten anwendbar und würden langfristig zu Mangelerscheinungen und Krankheiten führen.
Dies gilt insbesondere für solche Ernährungsvarianten, deren Anhänger sie regelrecht dogmatisch und fanatisch als die allein Richtige vertreten.
Eine solche Haltung sollte Sie immer zur Vorsicht veranlassen, einer derartigen Ernährung unkritisch über Jahre hinweg zu folgen, speziell dann, wenn sich zwischenzeitlich neue gesundheitliche Probleme einstellen.
Da jeder Mensch individuell ist, unterscheiden wir uns auch alle in unserem täglichen Nähstoffbedarf.
Im Ayurveda, der klassischen indischen und weltweit ältesten Volksmedizin trägt man diesem Umstand dadurch Rechnung, dass man den Patienten dazu anleitet, entsprechend seiner Konstitution (d.h.Erbanlagen) und seiner Intuition täglich genau das in Zusammenstellung und Menge zu sich zu nehmen, was der Organismus an diesem Tag benötigt und was ihm auch bekömmlich ist. Intuition darf man aber nicht mit Sucht oder Gewohnheit verwechseln. Der Zucker-Süchtige wird natürlich ebenso wie ein Alkohol- oder Nikotin-Abhängiger solange zu seinem Suchtstoff tendieren, bis der Entzug ihn davon befreit hat. Gleiches gilt für den, der aufgrund von Gewohnheit zu bestimmten, durchaus gesunden Lebensmitteln einseitig tendiert, aber sein intuitives Feingefühl beharrlich ignoriert.
Unserer Erfahrung nach bewährt dieses älteste Prinzip, d.h. grundlegende Empfehlungen nach der individuellen Konstitution (im Ayurveda sprich man von den 3 Dosha, welche Vata, Pitta und Kapha heissen) in Kombination mit der Intuition des Patienten, in der täglichen Praxis durchaus gut.
Einseitige Ernährungsformen, wie z.B.ausschliesslich reine Rohkost, sind ausser zu gezielten, zeitlich begrenzten therapeutischen Zwecken als dauerhafte Ernährung jedoch nicht oder nur für die wenigsten Personen langfristig wirklich gut geeignet.

Dieser Abschnitt  befindet sich zur Zeit in Bearbeitung

Blutegeltherapie

Der Blutegel (Lat.Name: Hirudo medicinalis officinalis) wird bereits seit Jahrtausenden verwendet. Seine Anwendung wurde jedoch in den letzten Jahrhunderten stark übertrieben.
Die Blutegelbehandlung stellt jedoch nach wie vor bei einer ganzen Reihe von Erkrankungen eine hervorragende Therapie dar.
Der Einsatzbereich ist sehr gross und betrifft generell alle (Blut-)Füllezustände, Entzündungen, zur Entgiftung und Blutverdünnung .
Wichtige Indikationen sind hierbei

venöse Erkrankungen (akute Phlebitis und Thrombosen, Varizen, Postthrombose)
Infizierte Areale + Entzündungen (Insektenstiche, Furunkel, Phlegmonen)

weiterhin zeigen sehr gute Ergebnisse:

HNO: Akuter Hörsturz , Otitis, Mastoiditis
Chirurgie: Hämatome und Traumatologie (spez.Gesicht), infizierte Wunden,
Osteomyelitis, Hämorrhoiden und Analvenenthrombose, postoperativer Lymphstau,
Wundheilungsstörungen, Cholezyzstitis, usw.
Hypertonie (Phlethora), ‚Präapoplex‘
Gichtanfälle

ausserdem:
allgemeine Körperentgiftung

Der Blutverlust pro Egel beträgt: – Durch Saugen: ca. 5-10 ml
– Infolge Nachblutung: ca. 20 – 40 ml
Die Saugzeit der Tiere beträgt ca. 20-40 min.

Die Hauptwirkung der Egeltherapie beruht vor allem auf zwei Grundprinzipien.

Zum einen führt der Blutegel einen sehr sanften und langsamen Aderlass durch. Dieser Blutverlust (Abnahme des Hämatoktit + Eiweissverlust) führt zum Nachstrom von Flüssigkeit aus dem Gewebe (Entödemisierung) in das Gefässsystem und damit zu einer Blutverdünnung mit Verbesserung der Durchblutung, bes. in den feinen Gefässen.
Weiterhin entsteht eine chemische Blutverdünnung durch das Hirudin, das der Egel während des Saugens in die Wunde sezerniert.

Das andere wichtige Prinzip ist die lokale entzündungshemmende Wirkung durch die Blutegelwirkstoffe: Hirudin, Eglin, Bdellin, Hementin und Orgelase.
Alle diese Wirkstoffe blockieren die bei Entzündungen und Verletzungen meist überschiessenden enzymatischen Vorgänge.

Kontraindikationen stellen dar:
– Hämorrhargische Diathesen (Blutungsneigung)
– lokale Ekzeme an Bissstelle
– Vorsicht bei schweren Durchblutungsstörungen wie AVK und diabet.Mikroangiopathie (Ermessenssache)

Anwendung:
– max. 10 – 12 Tiere pro Sitzung (Bei Lagerung tägl.mineralarmes Wasser nachfüllen)
– Haut muss sauber sein, keine Düftseifen o.ä.
– Saugzeit ca.20 – 40 min., der Egel wird danach mit Äther oder konz.Essigsäure
abgetötet.
– Verbandswechsel nach 24 Std.

Komplikationen:
– allerg.Reaktion auf Histamin (=>Quarkumschläge)
– Erysipel (sehr selten)

Hinweis:
Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass die hier beschriebenen Therapieverfahren z.T. noch nicht als allgemein ‚wissenschaftlich anerkannt‘ gelten und somit keine verbindlichen Aussagen zu deren Wirksamkeit getroffen werden können. Wir stellen hier lediglich unsere persönlichen Erfahrungen aus unserem jahrzehntelangen praktischen Einsatzes dieser Therapieverfahren dar.