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Rücken & Gelenke

Allergien

Rücken- und Gelenkbeschwerden

Rückenbeschwerden gehören heute mit zu den häufigsten Krankheitsbildern.
Fast jeder hat schon einmal mehr oder weniger Beschwerden in der Hals- , Brust- oder Lendenwirbelsäule verspürt. Vielfach hören Sie dann von Ihrem Arzt/Ärztin nach der Anfertigung von Röntgenbildern, er/sie wundere sich nicht über ihre Schmerzen, schliesslich hätten Sie ja deutlich sichtbare Verschleiss-Zeichen an den Knochen oder einen nachweisbaren Bandscheibenschaden. Aber auch das Gegenteil ist häufig der Fall. Die von Ihnen geschilderten Beschwerden werden nicht ernstgenommen, da im Röntgenbild keine dazu passende Veränderung gesehen werden kann.
Daraufhin eingeleitete Therapien mit Schmerzmitteln, (eventuell Kortison), Krankengymnastik und physikalischer Therapie oder sogar eine Operation bessern die Beschwerden jedoch häufig nicht dauerhaft oder verschlechtern das Beschwerdebild sogar.
Woran liegt das?
Zunächst muss man sich einmal vor Augen halten, dass die Wirbelsäule bzw. ein Gelenk nicht allein mit seinem Röntgenbild gleichzusetzen ist .
Das Röntgenbild, CT- oder MRT-Bild stellt immer nur einen Teilaspekt der Gesamtsituation dar, quasi wie ein einzelnes Standbild aus einem laufenden Film.
Es gibt dem Behandler zusätzlich wichtige Informationen zu seinem sogenannten klinischen Befund, den er aus Ihren Beschwerdeschilderungen und dem was er bei der Untersuchung hört, sieht und fühlt, erstellt.
Gerade dieser klinische Befund und speziell das manuelle Untersuchen der betroffenen Beschwerderegion wird häufig zugunsten einer Apparatediagnostik vernachlässigt.
Weiterhin muss man sich bewusst machen, dass ein Gelenk oder eine Wirbelsäulenregion nicht isoliert für sich steht.
Sowohl vom biomechanisch-statischen Aspekt als auch aus einer naturheilkundlich-ganzheitlichen Sichtweise ist die Beschwerderegion oft als Anfangs- ,Mittel- oder End-Glied einer Kette von Faktoren zu sehen.
Welche Faktoren sind dies nun?
Zu den biomechanisch-statischen Faktoren zählen beispielsweise der (Trainings-) Zustand der Skelettmuskulatur. Diese sollte kräftig, aber nicht verkrampft sein. Untrainierte Muskulatur ist oft zu schwach, um die Wirbelsäule oder das Gelenk zu stabilisieren. Als Folge lastet eine zu grosse Krafteinwirkung auf den Gelenken, insbesondere, wenn gleichzeitig ein generelles Übergewicht besteht. Durch die damit und durch unsere moderne Lebensweise verbundene  Verschlechterung der Haltung enstehen ungünstige Belastungssituationen vor allem an den Übergängen Hals-Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule-Kreuzbein sowie nachfolgend Hüften und Kniegelenken.
Umgekehrt kann aber auch eine fehlerhafte Fuss-Statik (Speizfuss, Senk-Fuss) Ursache für die Beschwerden am übrigen gewichttragenden Bewegungsapparat sein.
Die Frage nach Ursache und Folge ist dabei selbst durch den Fachmann/-frau anfangs oft nicht eindeutig zu beantworten. Im Zweifelsfall sollten alle Faktoren parallel behandelt werden.
Ein weiterer, häufig vernachlässigter Aspekt ist die Ernährung .
Zu oft wird vergessen, dass sie nicht nur unser ‚Brennstoff‘, sondern auch unser ‚Baustoff‘ ist.
Die Qualität und Funktion unserer Körpergewebe kann immer nur so gut sein wie die Qualität der Substanzen, aus denen sie sich zusammensetzt.
Schlechte oder falsche und einseitige Ernährung führt zur vermehrten Bildung von Abfallstoffen (z.B.Harnsäure bei zu grossem Fleischkonsum). Dazu kommen Umwelt-Schadstoffe, Schimmelpilzgifte, Metallionen, Parasiten und vieles mehr. Meist können diese aufgrund der übergrossen Menge nicht mehr von den Ausscheidungsorganen wie Leber und Nieren bewältigt werden. Die Folge ist eine Lagerung in Deponien, d.h. meist im Bindegewebe und damit sehr oft innerhalb der Muskulatur oder in der Nähe von Gelenken. Hier stören sie zwar zunächst nicht mehr die lebenswichtigen Organe und das zentrale Nervensystem, führen aber zu lokalen Störungen wie z.B. eine Gewebsübersäuerung, in der sich dann leicht infolge von reflektorischen Gefässverengungen über den Durchblutungsmangel mit Nähr- und Sauerstoffdefizit ein Degenerationsprozess ( Arthrose) bzw. eine Entzündungsreaktion ( Arthritis) entwickelt.
Weiterhin besteht häufig als Ursache eine Fernwirkung von  funktionellen Störungen innerer Organsysteme.
Über Verschaltungen des vegetativen Nervensystems gibt es zu annähernd jedem inneren Organsystem (wobei dieser Begriff mehr umfasst als nur das anatomische Organ) eine zugehörige Projektionszone auf der Körperoberfläche sowie einen(oder mehrere) zugehörige(n) Muskel(n).
Am Körperstamm sind diese Projektionsareale als ‚Headsche Zonen‘ bekannt.
Eine anhaltende Störung im inneren Organsystem führt in der Regel als Folge zu einer Störung in der Projektionszone (Druckschmerzhaftigkeit, Änderung des Hautleitwertes u.ä.). Dies macht man sich diagnostisch und therapeutisch in der Naturheilkunde seit langem zu Nutze (siehe auch Baunscheidtieren und Neuraltherapie).
Typischerweise weist jedoch nicht nur die Hautoberfläche dieser Projektionszonen deutliche Veränderungen auf, sondern ebenso die tieferen Gewebeschichten an dieser Stelle.
So sind häufig ‚Verquellungen‘ im Unterhautgewebe (Gelosen) bzw. Verkrampfungen in der Muskulatur (Myogelosen) tastbar. Diese Phänomene nennt man Triggerpunkte, Triggerzonen oder einfach Trigger.
Diese sind wiederum in diesen Fällen meist die Ausgangspunkte für lokale Rückenbeschwerden oder Kopfschmerzen. Hier setzen therapeutische Verfahren wie z.B.die Triggertherapien (z.B.Manualtherapie nach Furter ) an.
Auch ernsthafte internistische Erkrankungen wie Mangeldurchblutung der Herzkranzgefässe (Koronare Herzkrankheit,Angina pectoris oder sogar Herzinfarkte), Tumorerkrankungen, Gallen- und Nierensteinleiden u.ä. können sich als Rückenbeschwerden bemerkbar machen.
Es sollte bei stärkeren Beschwerden daher grundsätzlich der/die Fachmann/-frau aufgesucht werden.

Allergien breiten sich heutzutage sprunghaft aus. Während bei den heute über 50-60jährigen Allergien noch verhältnismässig selten waren und sind, traten in der Generation der +- 30jährigen schon gehäuft Heuschnupfen, Hausstauballergien, Lebensmittelallergien und Ekzeme ab dem Jugendalter auf. Bei der jetzigen Generation ist die allergische Veranlagung bereits bei den Kleinkindern als Neurodermitis , meist kombiniert mit einer Lebensmittelallergie und später ebenfalls als Heuschnupfen u.ä. zu beobachten.
Schlechte oder falsche und einseitige Ernährung führt zur vermehrten Aufnahme und Bildung von Abfallstoffen. Dazu kommen Umwelt-Schadstoffe, Schimmelpilzgifte,Viren, Parasiten, Metallionen und vieles mehr. Meist können diese aufgrund der übergrossen Menge nicht mehr vom Immunsystem und den Entgiftungs- und Ausscheidungsorganen wie Leber und Nieren bewältigt werden. Die Folge ist eine Lagerung in Deponien, d.h. meist im Bindegewebe und Lymphsystem.
Hier hat das Immunsystem dann oft über lange Zeit Kontakt mit diesen Stoffen und sensibilisiert sich allmählich gegen sie. Haben wir dann später wieder massiv von aussen her mit ihnen Kontakt, indem z.B. diese Schadstoffe ‚huckepack‘ auf Pollen oder Tierhaaren haften, erleben wir eine heftige Abwehrreaktion unseres Körpers, die Allergie.
Die tatsächlichen Abläufe sind natürlich wesentlich komplizierter und Gegenstand der medizinischen Forschung.
Für die praktische naturheilkundliche Behandlung reicht dieses Vorstellungsmodell jedoch schon aus, um die richtigen Massnahmen zu empfehlen.
Zuallererst muss eine Entgiftung des Körpers eingeleitet werden. Dazu gehören Massnahmen, die die Verursacher (Schadstoffe,Parasiten usw.)aus dem Gewebe lösen und zu den Entgiftungs- und Ausscheidungsorganen transportieren. Diese müssen in ihrer Funktion angeregt und unterstützt werden. Deshalb ist jede Allergiebehandlung (zumindest beim Erwachsenen) auch gleichzeitig eine Lymphsystem- sowie Leber- und Nierentherapie .
Das Herausfinden und Vermeiden der konkreten Auslöser (z.B.welche Pollen, welches Lebensmittel) ist hilfreich und recht gut mittels einer Blutprobenanalyse durch ein spezialisiertes Labor durchführbar.
Eine Ernährungsumstellung mit Aufbau einer gesunden Bakterienflora ist ein absolutes Muss !!
Auch, und gerade bei der Neurodermitis, sind psychologische Faktoren des Erkrankten bzw. bei Kleinkindern der Eltern zu berücksichtigen.
Zur gezielten Therapie , z.B. zur Umstimmung des Immunsystems , gehören u.a. der Einsatz von Homöopathie, Bioresonanz, Eigenbluttherapie und vieles mehr.
Ohne eine Verbesserung unserer gesamten Lebensweise und Reduzierung der Umweltgifte ist das Problem allerdings auf Dauer nicht beherrschbar.

Neueste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass ein wesentlicher Faktor für den Anstieg von Allergien in Industriegesellschaften in der verbesserten Hygiene liegt.
Die Beseitigung von Parasiten, wie. z.B. Würmern , aus unserem Verdaungstrakt scheint unserem hochentwickelten Immunsystem die dämpfende Komponente zu entziehen. Anscheinend produzieren viele Würmer natürliche immunsuppressive (Immunsystem-hemmende) Substanzen, die sie über ihre Haut in den menschlichen Verdaungstrakt abgeben und so das menschliche Immunsystem beschwichtigen.
Eine Infektion mit bestimmten Würmern (z.B.der Schweinepeitschenwurm) reduziert allergische Beschwerden ganz erstaunlich.
Die Behandlung mit diesen vom Wurm produzierten ‚Bio-Immunsuppressiva‘ könnte eine neue Ära der Allergietherapie einleiten.